Kapellen und Filialkirchen














Name:

Lauzrenzikirche

Ort: Markersdorf
Standort:

Am Westang des Buchberges oberhalb der Ortschaft Markersdorf.

Betreuer: -
Inschrift: -
Foto vom Jahr 2007
Beschreibung:
(Heft „Neulengbach“ aus dem Jahr 1977)

Die Laurenzikirche ist eine kleine, im romanischen Baustil errichtete Kirche hoch über Markersdorf an der Nordseite der Buchberges gelegen.
Die Kirche besteht aus einem Rundbau des 13. Jahrhunderts (eine der drei gut erhaltenen romanischen Rundkirchen in Niederösterreichs neben Petronell und Scheiblingkirchen) und aus einem Zubau gegen Osten aus dem späten 15 Jahrhundert. Am romanischen Rundbau sind noch Teile der Runddienste und des Quadermauerwerks erhalten. An der Hangseite ist ein Römerstein, eine figurale Darstellung des Todesgenuis. eingelassen.
Die Rundkirche besitzt im Inneren ein flaches barockes Steingewölbe auf gotischen Konsolen. Auf den Orgelchor führt eine Treppe, deren letzten beiden Stufen Schachbrettmuster aufweisenund noch vom romanischen Bau stammen. Der Orgelchor ist zu einer längs der Schiffswände laufenden Empore erweitert. Darauf befindet sich eine kleine barocke Orgel. Der spätgotische Chor ist sternrippengewölbt. An der Nordseite des Chores befindet sich eine schöne gotische Sakramentsnische mit Zinnenaufsatz und Gittertürchen. Die gemauerte gotische Kanzel besitzt eine barocke Holzverkleidung. Daneben befindet sich das Altarbild „Rosenkranzkönigin“, gegenüber das Altarbild „Kreuzabnahme“ - beide Barockbilder stammen aus der ehemaligen Neulengbacher Pfarrkirche St. Nikolaus. Der einfache spätbarocker Hochaltar mit Gemälde des Titelheiligen aus dem 19. Jahrhundert und der Seitenaltar bestehen aus einem Holzaufbau, darauf vier Holztafeln mit Heiligendarstellungen aus dem 17. Jahrhundert. Ein sehr interessantes Armenseelenbild aus der Zeit um 1600 befindet sich im Rundbau. In der Sakristei ist eine gotische Piscina erhalten geblieben.

Entstehung:

An der Stelle der heutigen Kirche dürfte ein Vorgängerbau aus der Zeit um 1000 gestanden sein. Von zirka 1300 bis 1544 war Markersdorf eine eigene Pfarre. 1529 wurde der Pfarrhof von den Türken zerstört, 1544 wurde Markersdorf Filiale von Neulengbach, wodurch auch die Pfarrgründe nach Anzbach kamen.

   

Name:

Seebachkirchlein

Ort: Inprugg
Standort:

Seebach hinter dem Gasthaus Seebachstube, westlich des Kreisverkehrs mit
heiligem Florian.

Betreuer: Dr. Gerhard Ofner
Inschrift: -
Foto vom Jahr 2001
Beschreibung:
von Seite 182 aus
dem Heimatbuch

An der Ostwand des Langhauses befindet sich ein gotisches Fenster mit Maßwerken. Kleines, kreuzgewölbtes Chorquadrat, im Langhaus Flachdecke aus Holz. Gemauerte gotische Kanzel. Auf der hölzernen Orgelbrüstung befinden sich Heiligendarstellungen aus dem 17. Jahrhundert. Die Filialkirche ist der Allerheiligsten Dreifaltigkeit geweiht. Wegen der bis zur Jahrhundertwende abgehaltenen Jahrmärkte am Tag des hl. Florian wird sie heute noch als „Florianikirche“ bezeichnet.

Entstehung:
von Seite 182 aus
dem Heimatbuch

Seebach war von 1248 bis 1876 Filiale von St. Christophen. Seit 1876 ist sie Filiale von Neulengbach, seit 1983 ist die Kirche in Privatbesitz. Es handelt sich um einen ursprünglich romanischen Bau aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Um 1400 wurde die Kirche im Westen und Süden erweitert. Aus dieser Zeit stammt auch der Turm mit neuerem Zeltdach.

   

Name:

Nikolauskapelle („Karner“) – Evangelische Kirche

Ort: Neulengbach
Standort:

Im Kriegerpark an der Reichelgasse.

Betreuer: Stadtgemeinde Neulengbach
Inschrift: -
Foto vom Jahr 2002
Beschreibung:

Die äußerlich schmucklose Kapelle ist ein gotischer Bau mit zwei von Kreuzgratgewölben überdeckten Jochen. Die Fenster haben Spitzbogenform. Im Inneren befindet sich ein qualitätsvolles Gemälde „Christus am Kreuz“ vom Ende des 17. Jahrhunderts.“ (Friedl, Müller 1974)

Entstehung:
von Seite 99 aus
dem Heimatbuch

Die Kapelle befindet sich im Kriegerpark, auf dem Areal des ehemaligen Friedhofs von Neulengbach. Unmittelbar daneben stand die 1784 abgebrochene Nikolauskirche. Die Kapelle hat in anderer Form ursprünglich als Karner gedient.




Name:

Dreiföhrenkapelle

Ort: Altlengbach / Neulengbach
Standort:

An der Gemeindegrenze in der Gemeinde Altlengbach, erreichbar über den Güterweg in der Verlängerung der Garnisonstraße in Neulengbach.

Foto vom Jahr 2001
Beschreibung:
von Seite 104 aus
dem Heimatbuch

Die Dreiföhrenkapelle steht inmitten eines Waldes südwestlich vom Ort Neulengbach. Es handelt sich um einen stark modernisierten Bau aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die Giebelfassade zeigt noch die drei letztlich auf Akroterien zurückgehenden, treppenförmigen Aufsätze, die für die Erbauungszeit typisch sind. Auf den seitlichen Aufsätzen befinden sich barocke Sandsteinbüsten, vermutlich Plastiken vom Park der Goldburg in Murstetten. Der Innenraum hat eine Fünfachtelform mit einer klostergewölbeartigen Decke. Im Inneren befindet sich ein Gnadenbild der Heiligen Familie.

Entstehung:
von Seite 318 aus
dem Heimatbuch
Die Dreiföhrenkapelle geht auf eine Stiftung des Tuchmachergewerbes zurück, das sich auf dem Areal der heutigen Sparkasse in Neulengbach befunden hat und ist mit Frau Regina Karner in Verbindung zu bringen. Auf dem Lanzengitter, das den Altarraum abschließt, ist dies auch in der Inschrift „R 1856 K“ zu lesen, den Initialen ihres Namens. Im Jahre 1896 ist die Sparkasse grundbücherlich die Verpflichtung eingegangen, „die bei den 3 Föhren im Eichbergwald erbaute Kapelle immer im guten Bauzustand zu erhalten“. Sie stand bei der grundlegenden Sanierung im Jahre 2000 zu dieser freiwillig übernommenen Zusage und hat die Kosten der Baumeister-, Spengler- und Malerarbeiten übernommen. Die Renovierung des inneren Altarraumes trägt die Handschrift des akademischen Malers Mag. Franz Drapela. Das Gnadenbild ist mit einem Baldachin gekrönt und zeigt die heilige Familie mit einer stillenden Muttergottes, eine eher nicht häufige Darstellung.
Die letzte Renovierung war im Jahr 2000.
   

Name:

Wegkapelle Inprugg

Ort: Inprugg
Standort:

Am Ortseingang zwischen zwei mächtigen Linden.

Betreuer: Ferdinand Zöttl, Franz Feiertag, Josef Eßletzbichler, Franz Hieß sen., Franz Wohlmuth, Hannes Steigberger, Josef Steigberger sen., Alois Heiss sen. und Johann Neilinger.
Inschrift: -
Foto vom Jahr 2002
Beschreibung:
von Seite 178 aus
dem Heimatbuch

Die Wegkapelle von Inprugg präsentiert sich heute mit vereinfachten Außenwänden, doch lässt der geschwungene, profilgerahmte Giebel noch das ursprünglich barocke Gliederungskonzept erahnen. Der glatte Unterbau mit umlaufendem Kranzgesimse wird von einem Satteldach gedeckt. Ein rundbogiger Eingang mit gatterartiger Tür gestattet Einblick in den kleinen, tonnengewölbten Innenraum.

Entstehung:
aus dem Blickpunkt
Neuengbach vom
Dezember 2002
Am 15. September 2002 segnete geistlicher Rat Pfarrer Peter Sterkl die renovierte Kapelle am Ortsanfang Inpruggs, in Anwesenheit von mehr als 150 Personen aus Inprugg und Umgebung. Es war allen ein besonderes Anliegen, dass die Kapelle in ihrer alten Substanz, sowie die beiden ca. 120 Jahre alten wunderschönen Linden erhalten bleiben.
   

Name:

Ortskapelle Inprugg

Ort: Inprugg
Standort:

An der Hauptstraße.

Betreuer: -
Inschrift: -
Foto vom Jahr 2002
Beschreibung :
von Seite 177 aus
dem Heimatbuch

Aus der Hauptfassade des kubischen Baukörpers in gotisierenden Formen springt ein Risalit vor, der dem darin angeordneten Eingang einen starken Akzent verleiht. Über einem reichprofilierten Kranzgesimse setzt etwas eingezogen der Turm den Risalit fort. Der kreuzgratgewölbte Innenraum wird außen von Pfeilern gestützt. Ein Fünfachtelabschluss führt die Außenmauer um den Altarraum. Bemerkenswert sind die liebevoll ausgeführten Details, wie etwa die geschnitzten Türflügel.  Trotz der gotisch-historisierenden Tendenzen sind in dem Bau ältere, bis in die Barockzeit zurückreichende Einflüsse spürbar. Die Innendekoration und die einheitliche Einrichtung stammen aus der Erbauungszeit.

Entstehung: Die Ortskapelle von Inprugg wurde 1906 errichtet.
   

Name:

Reither Kapelle

Ort: Inprugg
Standort:

Beim Parkplatz Gasthof Reither an der B19.

Betreuer: Frau Reither
Inschrift: -
Foto vom Jahr 2001
Beschreibung:
von Seite 186 aus
dem Heimatbuch

Die kleine barocke Kapelle steht an der Weggabelung nach Raipoltenbach. Der im Grundriss fast quadratische Bau mit Satteldach besitzt eine feine Gliederung aus Faschen und Profilen, glattem Putz und Rieselputz. Die dominante Hauptfassade mit ihrem rundbogigen Eingangstor wird von einem hohen Giebel mit Halbkreis und Kehlschwingungen bekrönt. Ein abgetrepptes Profil verstärkt zusätzlich seinen bewegten Umriss. Im Feld des Giebels steht ein gerahmtes Bildfeld. Der Innenraum birgt eine reizvolle, farbig gefasste Kreuzigungsgruppe vom Ende des 18. Jahrhunderts. Ein schmiedeeisernes Tor verschließt den Kapellenraum.“

Entstehung:

-

   

Name:

Frieskapelle

Ort: Neulengbach
Standort:

An Einmündung der Akademiestraße in die Weinbergstraße, am Rande des Schlossparkes.

Betreuer: Roman Haslinger, Stadtgemeinde Neulengbach
Inschrift: -
Foto vom Jahr 2001
Beschreibung:
von Seite 86 aus
dem Heimatbuch

Es handelt sich um einen kleinen, klassizistischen Bau über quadratischem Grundriss mit vertieft angeordnetem, halbkreisförmigem Tor. In die von Anten und Eingangswand gebildete Nische ist eine von toskanischen Säulen getragene Archivolte eingeschoben. Über dem heute vereinfachten Kranzgesimse setzt eine abgestufte Attika mit zwei Putten die Stirnwand scheinbar fort. Ein Kapellengitter mit geometrischen, für die Erbauungszeit typischen Motiven beschließt den Kapellenraum.
(Friedl - Müller)

Entstehung:

Die Kapelle befindet sich am Fuße des Schlossberges und wurde um 1820 durch Moritz Graf Fries, dem damaligen Besitzer des Schlosses Neulengbach, errichtet.

   

Name:

Brünnlkapelle Dr. Jirak

Ort: Neulengbach
Standort:

An der Weinbergstraße beim Haus Dr. Jirak.

Betreuer: Familie Dr. Jirak
Inschrift:

Brünnl – Kapelle zum Bader – Haus Bad-Quelle laut Chronik seit min. 1555
Erbaut 1754 – Johann Retter Wenger – Chirurgus im Weinberg
Errichtet 1. Juni 1754 – Renoviert durch Beatrix Bernd Jirak 1998
Dir Gottes Mutter sei mein Dank - Du halfst wo alle Hoffnung sank.

Foto vom Jahr 2001
Beschreibung:
von Seite 185 aus
dem Heimatbuch

Seine Architektur hat Portalcharakter: In eine hochrechteckige Schauwand ist eine tiefe Rundbogennische eingelassen, die von zwei kräftigen Lisenen flankiert wird. Die sehr plastisch gezogenen Profile ihres Gebälks und ihre Traufe verschneiden sich mehrmals vor- und rückspringend. Ein gewalmtes Dach verleiht dem Ganzen zusätzlich barocke Gravität. Am First befindet sich ein schönes Wetterkreuz.  In der Bildnische hat sich hinter einem wesentlich jüngeren Ovalbild eine wahrscheinlich aus der Erbauungszeit stammende Rahmung erhalten. Unter der Nische liegt der Zugang zur Quelle. (Friedl-Müller)“

Entstehung:
von Seite 185 aus
dem Heimatbuch

Der Schallhof „Baderhaus“ gehörte bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts zur Gemeinde Anzbach. Der Kapellenbildstock, der zum ehemaligen Baderhaus von Neulengbach gehört, wurde 1754 vom „Chirurgus“ Peter Wenger über einer Quelle errichtet. Die letzte Renovierung war im Jahr 1998.

   

Name:

Nepomukkapelle

Ort: Neulengbach
Standort:

In der Danckelmanallee.

Betreuer: Stadtgemeinde Neulengbach
Inschrift: -
Foto vom Jahr 2001
Beschreibung:
aus dem Heimatbuch

Der kleine, vierseitige Bau entspricht im Schema dem barocken Lokaltypus, doch überragt er seine Verwandten durch einen ungewöhnlichen Erhaltungszustand. Die Stirnwand, eine hohes Rechteck, wird durch schlanke, den Eingang flankierende Pilaster gegliedert. Den Pilastern entsprechend verkröpfen sich mehrmals die feinen Profile des Gebälks und des Kranzgesimses, wobei ihre Schatten die Mauerflächen beleben. (Friedl-Müller 1974)

Entstehung:

Die Nepomukkapelle wurde um 1700 errichtet.
Nach einem „Lausbubenstreich“ 2006 wurde die Statue des Hl. Nepomuk vom Mag. art. Drapela wieder in Stand gesetzt.

   

Name:

Ortskapelle Weiding

Ort: Raipoltenbach
Standort:

In der Ortsmitte von Weiding.

Betreuer: -
Inschrift: -
Foto vom Jahr 2006
Beschreibung:
von Seite 185 aus
dem Heimatbuch

Die Ortskapelle von Weiding ist ein späthistoristisches Gebäude mit gotisierenden Formen. Der kubische Baukörper hat einen Dreiachtelabschluss und ein entsprechend polygon auslaufendes Satteldach. Über der Hauptfassade ragt ein dreieckiger Giebel auf, der einen verblechten, dachreiterartigen Turm trägt. Die schlichte Fassadengliederung besteht nur aus glatten Ecklisenen bzw. Quetschputzfeldern. Auffallend sind zwei Firstakroterien aus Terrakotta, die seitlich vom spitzbogigen Eingangstor angebracht sind. Der flachgedeckte Innenraum wird von zwei seitlichen Fenstern erhellt; er besitzt im Altarraum eine einfache, malerische Dekoration.

Entstehung:
von Seite 185 aus
dem Heimatbuch

Die Kapelle wurde 1910 errichtet und der heiligen Dreifaltigkeit geweiht. Im ersten Weltkrieg musste die Glocke 1916 für die Rüstung abgeliefert werden. 1918 wurde die heute noch in der Kapelle befindliche Glocke angekauft. Bei der Renovierung 1980 wurde ein elektrisches Läutwerk angeschafft. Die Altarmensa vom Ende des 18. Jahrhunderts stammt aus einem anderen Sakralbau.
Die letzten Renovierungen waren in den Jahren 2006 und 1980.

   

Name:

Kapelle Weiding

Ort: Raipoltenbach
Standort:

Neben dem Fahrweg zur Raipoltenbacherhöhe in Weiding.

Betreuer: -
Inschrift: -
Foto vom Jahr 2001
Beschreibung:
von Seite 186 aus
dem Heimatbuch

Am östlichen Ortseingang von Weiding befindet sich eine kleine Kapelle, die leicht geneigt, sehr malerisch im Gelände steht. Das reizvolle Gebäude weist elementare Formen der Architektur auf: vier glatte Fassaden und ein früher schindelgedecktes Satteldach. Durch eine rundbogige Eingangsöffnung sieht man in einen winzigen, tonnengewölbten Raum mit vertieftem Bildfeld. Das Gemälde der Heiligen Dreifaltigkeit aus dem 19. Jahrhundert ist übermalt. Im Giebelfeld ist eine kleine, abgetreppte Nische angeordnet. Ein wahrscheinlich sekundär verwendetes, barockes Gitter und ein schönes Wetterkreuz vervollständigen die Ausstattung.
Angeblich wurde in früheren Jahren dort von Ortsbewohnern Rosenkranz gebetet.

Entstehung:

Die letzte Renovierung war im Jahr 1953 von der Gemeinde Weiding.

   

Name:

Ortskapelle Raipoltenbach

Ort: Raipoltenbach
Standort:

Im Ortszentrum von Raipoltenbach.

Betreuer: Maria Weigl
Inschrift: VOR ALLE GUT: THAETERS VAT:UNS: AVE MAR 1754
Foto vom Jahr 2007
Beschreibung:
von Seite 174 aus
dem Heimatbuch

Die aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammende Kapelle von Raipoltenbach ist mit jener von Unterwolfsbach verwandt, doch sind ihre Fassaden im Laufe der Zeit vereinfacht worden. Der im Grundriss rechteckige Bau weitet sich im Norden zum Polygon aus. Darüber bildet das Satteldach eine kuriose, bugartige Sonderform. In der Mitte der heute fast schmucklosen, breit gelagerten Hauptfassade ist das mit profilierten Gewänden gefasste Tor angeordnet. Über dem umlaufenden Traufengesimse ragt die geschwungene Giebelmauer auf, deren einst abgesetzte Kontur heute eine fortlaufende Kurve bildet. Der aufgesetzte Turmhelm war einst verschindelt. Der einschiffige, flachgedeckte Raum wird durch seitliche Fenster erhellt. Triumphbogen und Apsis sind gerundet. Auf der gemauerten Mensa ist eine barocke Kreuzigungsgruppe mit Maria und Johannes aufgestellt, letztere vor der Mitte des 18. Jahrhunderts entstanden. Vortragekreuz und Gemälde sind von der „heiligen Theresia von Avila“ aus der Barockzeit.

Entstehung:

Die 2 Glocken wurden nach dem 2. Weltkrieg wieder zurückgestellt.

   

Name:

Herbstgraben Kleinstkapelle

Ort: Raipoltenbach
Standort:

Neben der Straße von Raipoltenbach nach Herbstgraben zwischen zwei mächtigen Linden.

Betreuer: Familie Buchinger
Inschrift: -
Foto vom Jahr 2001
Beschreibung:

-

Entstehung:
von Seite 186 aus
dem Heimatbuch

Die kleine, vom Ende des 18. Jahrhunderts stammende Kapelle ist sehr malerisch zwischen zwei alten Bäumen gelegen. Das Gebäude hat einen quadratischen Grundriss und ein Satteldach. Die Hauptlinien der Fassaden sind sparsam mit Faschen und Bändern konturiert. Über der runden Eingangstür ist ein flacher Dachgiebel mit einem vertieften Putzfeld angeordnet. Ein hölzernes, gitterartiges Tor mit Rundstäben und gedrechselten Spitzen schließt den Innenraum ab.  Das Innere wird üblich von der Tonne überwölbt. Der Altartisch und ein bäuerliches Kruzifix gehören zur originalen Ausstattung.
Die letzte Renovierung war im Jahr 1992.

   

Name:

Kapelle Pfanner

Ort: Tausendblum
Standort:

Unmittelbar vor dem Bauernhof Pfanner in Eitzenberg.

Betreuer: Familie Dr. Steiner
Inschrift: -
Foto vom Jahr 2001
Beschreibung:

-

Entstehung:

Anlass der Errichtung war die Familienzusammenfindung nach dem 2. Weltkrieg. Errichtet in den frühen Sechzigerjahren durch Horst Kollwig.

   

Name:

Kapelle Laa an der Tulln

Ort: Laa an der Tulln
Standort:

unmittelbar vor dem Bauernhof Böhm

Betreuer: Familie Böhm
Inschrift: -
Foto vom Jahr 2001
Beschreibung:

-

Entstehung:
von Seite 170 aus
dem Heimatbuch

Die kleine Kapelle in Laa an der Tulln gehört zum sogenannten Birkenhof und wurde am Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Der Bau hat einen quadratischen Grundriss. Die Eingangstür wird durch ein Lanzettgitter geschlossen. Der kleine Kapellenraum ist tonnengewölbt. In die Wände des Innenraumes sind Bildnischen eingelassen. Zur Ausstattung gehört ein Vortragekreuz aus dem 18. Jahrhundert.

   

Name:

Florianikapelle in Umsee

Ort: Umsee
Standort:

Am Ortsbeginn von Umsee.

Betreuer: -
Inschrift:

Kapelle zu Ehren des Hl. Florian
erbaut von den Ortsg. Umsee – Matzelsdorf in den Jahren 1982/83.
Geweiht vom Weihbischof Dr. Alois Stöger am 23. Mai 1983.
Weihe der Florianiglocke am 20. Mai 1984 durch Prälat Zimmel.
Weihe der Marienglocke am 14. Oktober 1984 durch Pfarrer Peter Sterkl.
Weihe der Dreifaltigkeitsglocke am 9. Juni 1918 durch Pfarrer Michael Hiebl.

Foto vom Jahr 2001
Beschreibung:

-

Entstehung:

Von den Gemeinden Umsee und Matzelsdorf in den Jahren 1982/83 erbaut.

   

Name:

Feldkapelle Matzelsdorf

Ort: Matzelsdorf
Standort:

Am Fußweg zwischen Matzelsdorf und Umsee.

Betreuer: Karl Ryznar
Inschrift: -
Foto vom Jahr 2001
Beschreibung:
von Seite 186 aus
dem Heimatbuch

Die kleine Kapelle steht zwischen den Orten Matzelsdorf und Umsee. Es handelt sich um einen im Kern barocken Bau, der modernisiert wurde. Das heute glatte Äußere deckt ein Ziegeldach. Ein rundbogiger, vergitterter Eingang ist zusätzlich verglast. Der kleine, tonnengewölbte Kapellenraum entspricht der lokalen Bautradition.

Entstehung:

-

   

Name:

Unfallmarterl Schermann

Ort: Umsee / Unterwolfsbach
Standort:

In Untereichen abseits der B19, gegenüber der Einmündung des Marienweges.

Betreuer: Familie Schermann
Inschrift: Franz Schermann
22.11.1974 – 3.7.1993
verunglückte im 19. Lebensjahr
Unvergesslich
Foto vom Jahr 2006
Beschreibung:

-

Entstehung:

Nach dem tödlichen Verkehrsunfall von Franz Schermann errichtet.
Die letzte Renovierung war im Jahr 2006.


Name:

Inschriftentafel über dem Kirchenportal

Ort: Neulengbach
Standort:

Am Kirchenportal der Pfarrkirche.

Betreuer: Pfarrgemeinde Neulengbach
Inschrift:

DEO UNI ET TRINO D(EDICATUM) D(EDIT)
D(OMUS)  SANCTISSIMA(M) TRINITATEM
CONVENTUS FR(ATRORU)M MINORUM
S(ANCTI) FRANCISCI STRICT(A)  OBSERVANTIA
1627 DIE 25.NOVEMBR(IS).
(Dem einen und dreifaltigen Gott geweiht
Haus der allerheiligsten Dreifaltigkeit
der Konvent der Minderen Brüder
des Hl. Franziskus der strengen Observanz
am 25. November 1627)

Foto vom Jahr 2004
Beschreibung:

Das Halbrelief zeigt die drei göttlichen Personen, den Schöpfer Vater (mit Weltkugel), den Erlöser Sohn (mit Kreuz) und den Heiligen Geist (in Gestalt einer Taube). Darunter knieen betend zwei Franziskaner.

Entstehung:
aus dem Heimatbuch

Nach vierjähriger Bauzeit konnten die Franziskaner den Konvent beziehen. Am 25. November 1627, dem Fest der hl. Katharina, wurde das Kloster geweiht. Erster Guardian war Johann Klöpfer. Das Kloster beherbergte zu Beginn 6 Priester und 6 Laienbrüder.


Wir bedanken uns bei Herrn OSR Gerhard Hiebner für die Erlaubnis Material aus seinem Buch
„Kleindenkmäler im Gebiet der Stadtgemeinde Neulengbach“ verwenden zu düfren!