Eine Welt Gruppe
  ANSPRECHPERSON: Fr. Mag. Regina Vogl


TERMINE: 2021 bis zur Sommerpause

Zur Planung unserer Arbeit treffen wir uns regelmaeßig.
Gaeste und Interessierte sind jederzeit willkommen.

3. EWG - TREFFEN: Mittwoch, 10.3.2021, 19:00
Lockdown-bedingt nur ONLINE

EWG-KREUZWEG mit BILDERN und MUSIK:
Sonntag, 21.3.2021, 17 Uhr, Pfarrkirche

8./9. Mai MUTTERTAGSAKTION: "Ein HERZ für DICH und DOLDOL"
Selbstgemachte LEBKUCHENHERZEN werden nach der Messe gegen eine Spende für unsere Frauen- und Kinderprojekte in DolDol angeboten!

NEWS AUS DOLDOL in unserem PFARRBLATT
Alles was wir tun, wird ein Teil von uns – dieses afrikanische Sprichwort gilt auch für die Partnerpfarre DolDol: sie ist fester Bestandteil unseres Pfarrlebens geworden. DANK VIELER EWG-AKTIONEN, GEBETE, SPENDER und SPENDERINNEN!
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DOLDOL NEWS
Trotz Corona gute Nachrichten: noch gibt es in DolDol keine Covid-Erkrankungen. Auch in Kenya haben die Schulen (seit Mai 2020 waren sie geschlossen) wieder geöffnet. Unsere 3 MaturantenInnen von 2020 holen jetzt im April ihre Final Exams (Matura) nach. Die neuen SchülerInnen starten verspätet – statt mit Jänner, erst im Juli 2021. Daher sind NOCH BIS OSTERN NEUE SCHULPATENSCHAFTEN MÖGLICH😊
Infos liegen in der Kirche auf oder erhalten Sie unter 06767338366.
Die Zusammenarbeit mit Fr. David OUMA funktioniert wunderbar. Er hat gemeinsam mit den 3 Frauengruppen dringende Projekte und Visionen erarbeitet. Die EWG kann einige davon 2021 dank vieler großzügiger SpenderInnen ermöglichen: 25 BIENENSTÖCKE stehen schon zur Montage bereit, 75 ZIEGEN (je eine pro Familie der Frauengruppen) werden angekauft; damit unterstützen wir die Versorgung der Kinder und ein kleines Grundeinkommen für die Frauen. Der größte Wunsch der Frauen ist nach wie vor BILDUNG: mit 800 €uro können 3 LEHRERINNEN (eine pro Gruppe) für ein halbes Jahr bezahlt werden. Sie unterrichten 2x/Woche Schreiben, Lesen und Rechnen😊 Kombiniert wird dieser Unterricht mit einem weiteren PROJEKT, das zur Gänze von AKTION REGEN finanziert wird: im März 2021 findet in DolDol der AR-FORTBILDUNGS-WORKSHOP mit 15 Teilnehmern statt. AR übernimmt sowohl die Kosten für diese 4 Tage, (inklusiv der beiden AR-TrainerInnen aus Nairobi) als auch für einzelne Fortbildungstage mit 3 AR-Supervisors. Sie sind in den beiden Workshops 2018 und 2019 in DolDol ausgebildet und von der EWG finanziert worden. Diese so wertvolle Weiterbildung in Familiengesundheit, Familienplanung, HIV-Aufklärung und Infos zur Genitalverstümmelung (FMG) wird dankenswerter Weise von Aktion Regen für volle 6 Monate (März/April bis August/September) bezahlt.
EIN HERZLICHES VERGELTS GOTT! Mehr Fotos finden Sie im Schaukasten am Kirchenplatz. Hoffentlich kann die traditionelle MUTTERTAGSAKTION: EIN HERZ FÜR DICH UND DOLDOL durchgeführt werden… auch der EWG-Kreuzweg ist wie immer für den 5. Fastensonntag geplant.


AKTION SCHULKIND

geht ins 13. Jahr, derzeit ermoeglichen ~25 Sponsoren 11 Burschen und 11 Maedchen eine Secondary School- Ausbildung ueber 4 Jahre.
Ueber 90 ! Maasai-Jugendliche haben seit 2009 bereits ihre Abschlusspruefungen erfolgreich abgelegt!

Liebe Patin!
Lieber Pate!
Liebe Patenfamilie!

DANKE fuer Ihre/Eure/Deine Bereitschaft einem Schulkind in DolDol
ZUKUNFT DURCH BILDUNG ZU SCHENKEN!

Die Patenschaft ermoeglicht 14-18-jaehrigen Massais den Abschluss der vier Jahre dauernden Secondary-School und eroeffnet dadurch große Hoffnung und Chancen fuer ihre Zukunft:
Wie Pater Marcin Karwot SVD, versicherte, ist Bildung der einzige Weg fuer eine nachhaltige Veraenderung, damit junge Massai wirksam Verantwortung fuer ihre Zukunft, ihre Kultur und ihr einzigartiges Erbe uebernehmen koennen!

Bis Ostern 2021 muessen wir die Anzahl der NEUEN Patenschaften nach DolDol melden;
bis dahin koennen neue PatenInnen 'gewonnen' werden!

Uns PatenInnen ist moeglich zwischen Maedchen und Burschen zu waehlen.
Mit Jaenner (Ausnahme 2021: wegen Corona-Lockdown 2020 beginnt in Kenia das neue Schuljahr für die 1. Klassen der secondary school erst Juli 2021) beginnt das Schuljahr... daher muessen wir Ende Februar/Anfang Maerz die 1. Haelfte der Jahrespatenschaften ueberweisen; Anfang July werden die Schulgelder für das 2. Halbjahr überwiesen.
Die Paten/innen waehlen selbst, ob sie EINMAL JAEHRLICH (Dez. od. Jae.) Euro 550,00 einzahlen oder HALBJAEHRLICH (Dez/Jae und Juni/Juli) Euro 275,00! Auch MONATLICH per Dauerauftrag Euro 46,00 sind moeglich! Auch HALB-(23,00 Euro/Mon.) und TEIL-(12,00Euro/Mon)PATENSCHAFTEN sind moeglich!

KONTODATEN - SCHULPATENSCHAFT:
RAIFFEISENBANK WIENERWALD BLZ 32667, Kontonummer: 793.703,
Empfaenger: Eine-Welt-Gruppe/Pfarre Neulengbach,
IBAN: AT16 3266 7000 0079 3703; BIC: RLNWATWWPRB
Kennwort: Schulpatenschaft 20..-20..


NEWS kommen per Patenrundmail und/oder finden sich auch im Schaukasten, Pfarrbrief und auf der Pfarrhomepage: www.pfarre-neulengbach.at


EINE WELT GRUPPE - LEITBILD:

Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben
und es in Fuelle haben. (Joh 10,10)

Warum es uns gibt
Wir wollen 'ueber den eigenen Tellerrand hinaus' schauen und unseren Blick auf die Chancen richten, die sich aus einer gelebten Partnerschaft zwischen Menschen verschiedener Kontinente eroeffnen.

Was wir wollen - Konkrete Schritte setzen
Die Foerderung von Gerechtigkeit und solidarischen Beziehungen zu den Menschen in benachteiligten Laendern dieser Erde ist uns ein Anliegen.
Wir wollen unser eigenes Bewusstsein schaerfen, Bewusstseinsbildung betreiben und im Rahmen unserer Moeglichkeiten konkrete Unterstuetzung leisten.

Konkrete Aktionen:
WEIHNACHTEN (Frauen-Handwerk und Seifen aus DolDol)
ERNTEDANK (Selbst-ein-gemachtes fuer DolDol),
MUTTERTAG (Lebkuchenherzen: "Ein Herz fuer Dich und DolDol") und

SCHULPATENSCHAFTEN:


Wir haben seit 2009 60!! Patenkinder (Kontakt durch Fotos, Briefe, Zeugnis) und wollen weiterhin mit 4-jaehrigen Patenschaften jungen Maasais Zukunft durch Bildung ermoeglichen! Fuer Massai-Familien unserer Partnerpfarre ist der Besuch einer Secondary High School ihrer Kinder meist unbezahlbar. Fuer die 14-18 jaehrigen Jugendlichen ist dieser Schulabschluss Hoffnung und Chance fuer ihre Zukunft.

Partnerpfarre
In unserer Partner-Pfarre Dol-Dol/Kenia (~ 200 km noerdlich Nairobi) leben - auf 1.000 km² Savanne verstreut - etwa 17.000 Menschen, großteils Massai, Nomaden und Halbnomaden von Viehzucht (Rinder, Schafe, Ziegen und Esel).
Wir engagieren uns fuer den Aufbau einer Pfarrpartnerschaft durch Gebet und finanzielle Beitraege u.a. fuer
Brunnenbau, Solarlampen, Computerkurse, Aids/HIV-Seminare, Frauenbildung, Blechdaecher und Wassertanks, Jugendworkshops,
TEILEN MACHT REICHER!
(Fotos, Infos und Mails aus DOL-DOL
finden Sie nach den Links auf dieser Seite!)

Verkauf fair gehandelter Waren - WELTLADEN
Nach dem Sonntagsgottesdienst bieten wir in regelmaessigen Abstaenden fair gehandelte Produkte aus dem WELTLADEN -Sortiment zum Kauf an (Kaffee, Tee, Schokolade, Schmuck, Kunsthandwerk,).

Wenn Sie Interesse an konkreter Mitarbeit, finanzieller Unterstuetzung oder an weiteren Informationen haben, nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf.
Email: regina.vogl@aon.at oder: www.pfarre-neulengbach.at

Spendenkonto: Raiffeisenbank Wienerwald, BLZ 32667
Kontonummer: 100.793.703, EINE-WELT-GRUPPE, Pfarre Neulengbach

Eine grosse Hilfe sind fuer unsere Arbeit die
SPESENFREIEN SPENDENKONTEN der Raiffeisenbank Wienerwald, ermoeglicht durch Frau BETTINA WELKE, der freundlichen und kompetenten Bankstellenleiterin mit 'Engelsgeduld' !! D A N K E !!!

DANKE ALLEN SPENDERNINNEN


NEWS AUS DOLDOL
Mo 03.10.2016 13:10
Dear EWG. How are you doing? We are fine and very busy this week preparing for our parish family day on the 9thOctober 2016. The Bishop will come and we shall have about 100 catechumen to receive confirmation. Among the visitors who will come there is also Fr. Albert. Who was the parish priest here in Doldol years back.
Did you receive the message I sent you few days ago about Catechist Veronica?
God bless you. Fr. Callistus.

Do 29.09.2016 07:05
Dear EWG. Greetings from Doldol. We are doing well. The climate is very dry though there are signs that it may rain soon. Elephants are walking every where.
But we are lucky since the time we erected electric fence they have never entered our compound. We thank God and we thank you for helping us.
Fr. Callistus Wabwire

Do 29.09.2016 07:00
Dear EWG!The course we did with Veronica will be very helpful. We are to teach small christian communities in how to conduct there prayers. To teach parish leaders on their duties and to teach different groups in the parish. Saturday we are starting God bless you Fr. Callistus

Mail von Sr. Kathia 17-01-2014


Liebe EWG, liebe Pfarre Neulengbach,

Ich schaetze eure Arbeit und euren Einsatz fuer unsere Dol Dol Missionsstation sehr, besonders fuer die Frauengruppen, die ich begleiten durfte.
Diese Woche bin ich zwischen all den Frauen herumgehetzt um ihre Arbeit, ihre Fortschritte zu sehen und auch zu schauen, was sie aus dem Geld gemacht haben, das ich ihnen von euch gegeben habe.
Ich kann nur sagen, dass die Nanyori Frauen großartige Arbeit geleistet haben und das in kuerzester Zeit.
Ich konnte den Baufortschritt ihrer Huetten sehen, viele davon sind schon fertig gestellt.
Das Wichtigste war fuer sie, dass sie das Wellblech bekommen haben,
was nicht ganz einfach war. Aber sie haben es geschafft.
Ich bin sehr froh darueber, denn nun koennen alle ihre Huetten fertig stellen.
Diese Woche haben wir sehr viel geschafft, die Frauen haben auch die Esel gekauft. Das Geld haette ja nicht gereicht, dass sich jede der Frauen einen eigenen Esel htte zulegen koennen. Daher hat die Gruppe gemeinsam entschieden 5 Esel zu kaufen und sie immer an 2 Frauen zu vergeben. Dadurch kann jede die Esel nuetzen. Je zwei Frauen, die in unmittelbarer Naehe zueinander leben, teilen sich einen Esel.
Das wurde wirklich toll organisiert und niemand bleibt ohne Esel!
Die Frauen haben sich tatsaechlich sehr in Richtung
Zusammenarbeit, Verantwortung und Solidaritaet weiter entwickelt.
Ich bin sehr gluecklich ueber all diese Errungenschaften der Gruppe.
Gott wird sie weiterhin begleiten und segnen.

Alle sind natuerlich hocherfreut,
weil die Esel ihnen die Arbeit sehr erleichtern, vor allem beim Lasten tragen und Wasser holen.
Die Frauen sind euch sehr, sehr dankbar fuer die Unterstuetzung und Hilfe!
Ich danke Euch allen vielmals fuer alles was ihr getan habt und auch fuer die Moeglichkeiten, die sich in den vergangenen 2 Jahren durch unseren Kontakt ergeben haben.
Jetzt wuensche ich Euch alles Gute und wir bleiben in Verbindung.

Gott segne euch alle. Eure dankbare Sr. Kathia


BRIEF VON SR. KATHIA: Sommer 2013
Letzten Monat habe ich begonnen, die H�user der Frauen auf zu suchen. Deren Situation ist wirklich nicht leicht. Einige von ihnen leben noch in den traditionellen H�tten und sie haben nat�rlich auch keine Toiletten. Sie m�ssen nach drau�en gehen auch w�hrend der Nacht.
Das ist aber brandgef�hrlich, da manchmal wilde Tiere angreifen. Vor allem ist diese Situation f�r die Kinder nicht tragbar. Die Idee f�r 2013 w�re also, dass einige beginnen k�nnten, ihre H�tten zu reparieren und einige eine Toilette bauen k�nnten. Die Kosten f�r eine Toilette sind ca. 100 �.
Das k�nnte ein neues Projekt f�r die Frauen und ihre Familien werden, falls ihr das unterst�tzen wollt.
Alles Liebe und feste Umarmung, meldet euch wieder,
Sr. Kathia


BERICHT �BER DAS HIV/AIDS-SEMINAR IM FEBRUAR IN DOLDOL F�R ZWEI FRAUENGRUPPEN -
FINANZIERT VON EWG! Viele Bilder unter Fotos/2012 auf dieser Homepage


Liebe EWG, liebe Pfarre Neulengbach! 7. Februar 2012

Wie geht es Euch � ich hoffe gut?
Bei mir ist alles ok und wir arbeiten mit den Frauengruppen.

Das 2-t�gige HIV/AIDS Seminar, das von Euch finanziert wurde, hat Anfang Februar f�r 2 Frauengruppen statt gefunden!
Sie waren sehr gl�cklich dar�ber und konnten sehr offen und in gro�er Freiheit Vertrauliches besprechen. Die Vortragenden waren sehr gl�cklich mit uns zu arbeiten. Die 2 Tage waren sehr intensiv und alle Frauen waren mit gro�em Interesse bei der Sache und stellten sehr viele Fragen �ber HIV/AIDS � die Vortragenden konnten alles in ihrer Maasai-Sprache direkt erkl�ren ohne �bersetzung zu brauchen � das war f�r die Frauen sehr gut, weil sie alles gut verstehen konnten!
Im Anhang sende ich Euch Fotos vom Seminar!

Ich m�chte in Zukunft noch mehr Seminare anbieten, weil die Frauen sehr daran interessiert sind. Dasselbe Seminar m�chte ich noch einmal f�r eine Frauengruppe direkt in DolDol organisieren, aber beide Seminarleiter sind bis Mai ausgebucht � ich werde dann einen Termin fixieren.

Die beiden ALOE-VERA-GRUPPEN arbeiten sehr gut und wir sind gerade daran die Produktion noch zu verbessern.
Die Frauen haben viel Freude mit ihrer Arbeit, aber sie sind unzufrieden mit dem �Marketing�:
Wir suchen mehr Absatzm�glichkeiten f�r unsere Produkte, damit sie in Kenya bekannt werden! Ich helfe ihnen dabei, doch es ist nicht so leicht � aber ich versuche es.

Betet f�r uns damit es gelingt!
Alles, alles Liebe und eine gute Zeit

Eure dankbare
Sr. Kathia

2011:
....WIR BEDANKEN UNS SEHR, SEHR HERZLICH F�R DIE HILFE,
DIE DIE FRAUEN UND ALLE M�TTER DER PATENSCH�LER/INNEN VON EUCH ERHALTEN:
70 Kinderbibeln in Englisch f�r Kinder UND Frauen
900 � f�r 31 Ziegen: eine pro Patenkindmutter!(~30 �/Ziege)
300 � f�r 2500 Klebe-Etiketten f�r Aloe-Vera-Produkte,
50 � Materialkosten der Maasai-Engerl
400 � f�r einen kleinen Generator:
Dieser wird dazu verwendet ein Mischger�t zu speisen,
mit dem die Frauen das Aloeextrakt selbst gewinnen k�nnen.

DANKE auch, dass ihr bereit seid unseren Natum-Frauen einmalig einen Zuschuss f�r die Vollendung ihres Geb�udes zu geben.
Es wird nicht so gro� wie in Kimakandora und nur aus Holz errichtet.

Sobald ich Genaueres wei�, geben wir euch Bescheid�..
��.Wie man sehen kann, steigen die Kosten hier in Kenya fast t�glich. Der KSH wird immer mehr abgewertet, w�hrend der Eurokurs steigt.
Das kann man auch an den Preisen f�r die Ziegen sehen�.
Ich werde die SEIFEN UND CREMEN F�R EUCH herrichten.
Ich hoffe, dass sie in gutem Zustand mit Herrn Kopetzky ankommen.
Zu Eurer Frage wegen der Kinderbibeln in Englisch:
Die Kinder k�nnen auf jeden Fall Bibeln gebrauchen, sowohl f�r den Unterricht, als auch in der Katechese. Auch f�r meine Frauen w�ren Bibeln sehr hilfreich, aber nat�rlich k�nnen nicht alle ordentlich lesen. �Unsere Frauen m�hen sich endlos um etwas Geld zu verdienen�..
��..In den letzten Tagen gab es viel Regen,
unser Dol Dol ist jetzt sehr gr�n und sehr sch�n.

GOTTE SEGNE EUCH
UND ALLE, DIE SICH UM DINGE WIE UNSERE K�MMERN.
LASST UNS DARAUF VERTRAUEN, DASS GOTT IMMER NEUE T�REN
F�R DIEJENIGEN �FFNET, DIE IHM VERTRAUEN
UND ALL JENE BELOHNT, DIE SICH UM SEINE KINDER K�MMERN.

Mit lieben und dankbaren Gr��en
Sr. Amelia + Fr.Callistus


Noch mehr BRIEFE/MAILS AUS DOLDOL

Sr. Isabel vom Aloe-Vera-Frauenprojekt schreibt:

Liebe Eine Welt Gruppe, Mai 2011

Wie geht es euch?
Hier in Dol Dol hat es endlich, nach langer Zeit der Trockenheit, zu regnen begonnen. Wir haben diesen Regen freudigst begr��t. Jetzt k�nnt ihr euch alles gr�n vorstellen!
In Kimakandora wurden die neuen R�umlichkeiten mit einem Festakt eingeweiht. Sie werden auch als Kirche f�r die ganze Gemeinde genutzt. Wir haben an euch alle gedacht und sind jedem einzelnen von euch dankbar, dass ihr geholfen habt die B�nke und Tische kaufen zu k�nnen.
Die Umz�unung unserer Aloe Vera Anpflanzung verz�gert sich ein bisschen, da wir �berlegen die ganze Plantage n�her zu unseren neuen R�umlichkeiten zu legen. Dort w�ren die Pflanzen besser vor den Tieren gesch�tzt.
Hier geht es uns ganz gut, obwohl es jetzt mehr zu tun gibt. Wir sind jetzt zu dritt und machen auch die Arbeit von Sr. Gina mit.
Ich werde euch so gut wie m�glich �ber das Frauenprojekt auf dem Laufenden halten und eure Fragen dar�ber beantworten.
Die Frauen machen ihre Sache gut und bald wird auch die Registrierung unserer Produkte abgeschlossen sein. Danach d�rfen die Frauen ihre Waren selbst auf dem Markt anbieten.
Derzeit ist alles bestens und ich m�chte mich nochmals bei allen von ganzem Herzen bedanken.
Gott m�ge jeden einzelnen von euch segnen.

Alles Liebe. Ihr seid in unseren Gebeten!
Sr. Isabel


BESUCH IN DOLDOL IM JULI 2009
PFARRBLATT, September 2009


Schenken Sie f�r EINEN KAFFEE pro Woche �ZUKUNFT DURCH BILDUNG�!

Im Juli 2009 konnten sich sechs Personen 12 Tage lang in unserer Partnerpfarre DolDol von der Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit der Hilfe, die unsere Pfarre bisher geleistet hat (Aufforstungsprojekt, Generator, Treibstoff f�r Versorgung der Internate und Kinderg�rten,�), vor Ort �berzeugen.
Die Teilnehmer wurden mit gro�er Dankbarkeit, Freundlichkeit und herzlicher Gastfreundschaft von den Priestern, Schwestern, Mitarbeitern, PGR und v.a. den Kindern DolDols empfangen und zu vielen Au�enstationen gef�hrt. Die Gruppe berichtete in einem gut besuchten Lichtbildvortrag ausf�hrlich von ihrem Besuch.

Als DANKESCH�N VON DER PFARRE DOLDOL
erhielt unsere Pfarre zwei handgeschnitzte 60 cm gro�e
MASSAI-FIGUREN. Diese bekommen einen Ehrenplatz im Pfarrst�berl und zu Weihnachten an der Krippe.
Die Christen in DolDol danken Gott in jeder Messe f�r das Geschenk und den Schatz der Partnerpfarre Neulengbach und beten f�r uns.
FOTO: Verkauf von Weltladenprodukten:
v.l.n.r.:
Paul+Hedwig Panek, Renate Eichinger, Karin Zoettl,
Lorena Pinter, Max Hiebner, Sophie Dietl,
Regina Vogl, Brigitte Vigh, Maria Pinter;
Interessante Links fuer weitere Infos:
www.steyler.at
www.weltladen.at
www.fairtrade.at
www.eza.at
www.horizont3000.at
www.kolping.at
www.jugendeinewelt.at
www.welthaus.at
www.oneworld.at
www.dka.at
www.missio.at



BEGINN DER PFARRPARTNERSCHAFT MIT DOL-DOL

20. November 2007
AUSZUG DER ANTWORT von Pater Albert Fuchs auf die
ANFRAGE NACH EINER PFARRPARTNERSCHAFT


Danke auch fuer eure Anfrage, die ich heute mit meinen beiden Mitbruedern besprochen habe. Dies sind:
P. James Mailady, aus Indien, seit ca. 10 Jahren in Kenia,
und P. Martin Karwot, aus Polen, seit einem Jahr hier.
Grundsaetzlich stehen wir einer solchen Partnerschaft sehr positiv gegenueber.
Den besten Einstieg saehen wir darin, wenn eine kleine Delegation der Pfarre uns besuchen koennte.
Unsere Pfarre ist ca. 1000 km2 gross, Halbtrockengebiet,
mehrheitlich von Massai bewohnt und in 3 Untergebiete geteilt.
Was wir hier tun, ist in vielem Erst- und Prae-evangelisierung.
Unsere Pfarre war heuer 25 Jahre alt.
Es war ein schoenes Fest, das die Leute aus allen Ecken zusammengebracht hat.
Wir haben hier momentan 5 vollamtliche Katecheten,
4 Comboni Schwestern und 3 Steyler Patres.
Als Pfarre sind wir ausserdem stark in Erziehung und Schulwesen taetig.
In unserer Arbeiten sind wir sehr von Spenden abhaengig,
die zu ca. 50 Prozent aus Missions(SVD)- Gaben und durch Spenden von Freunden in Europa stammen.
Die Loehne der Katecheten und anderer Angestellten machen einen Grossteil unserer Ausgaben aus, auch der Aufwand fuer den Transport an die entlegenen Aussenstationen ist erheblich.
Ein grosses Anliegen ist uns die Arbeit in den Aussenstationen und in den letzen Jahren kleine Projekte im Rahmen der Bewahrung der Schoepfung. Leider gibt es hier im praktischen Bereich noch kaum ein Bewusstsein, obwohl die Versteppung und Verwuestung fortschreitet.
P. James hat da viel Erfahrung und wir haben in der Hauptstation auch mit Kompostieren begonnen.

Bei einer m�glichen Partnerschaft dachten wir an ein
Hauptaugenmerk im Gebiet von Kimanjo/ Loshaiki, wo wir eine junge, lebendige Au�enstation haben. Wir suchen Alternativen zur Viehzucht, die auch zur Verw�stung beitr�gt, und w�rden gerne ein
Projekt mit einem Staudamm und
einer Baumpflanzung mit m�glicher sp�terer Nutzung initiieren.
Das aber alles im Rahmen eines gemeinschaftlichen Ansatzes und im Bewusstsein des Kircheseins.
Sonstiger Bedarf: Vertiefung des Glaubens durch regelm��ige Katechese, durch Seminare und auch Wochenenden.
Auch im Bereich der sozial/karitativen Hilfe gibt es immer wieder Bedarf, besonders bei ernsthafter Krankheit sind die kleinen Vorr�te der Gro�-Familie sehr schnell ausgesch�pft.
Die Gegend ist sehr sch�n, und wird auch touristisch vermarktet. Einige finden Arbeit, doch bringt es manchmal auch ein gr��eres Gef�lle untereinander.

Soviel f�r heute, wenn es Euch interessiert, bleibt am Draht. ��

Herzlich
Pater Albert


6. M�rz 2008
Liebe Eine-Welt-Gruppe!
Herzliche Gr��e aus Dol Dol und vielen Dank f�r eure E-mails!
Wir sind wirklich dankbar f�r eure Bem�hungen und euer Interesse an unserer Mission unter den Leuten von Dol Dol in Laikipia North District!
Bei unseren sonnt�glichen Feiern sind wir mit euch in unseren Gebeten und Gedanken vereint und wir glauben, dass unser gemeinsames Vorhaben sehr erfolgreich sein wird. Wir freuen uns, dass Pater Franz Helm jetzt bei euch ist und den Christen in Neulengbach Dol Dol und unser Leben n�her bringt.
Wir alle sind schon sehr gespannt auf eure Meinungen und Mitteilungen.
Wir sch�tzen eure Initiative Faire Trade Produkte zu verkaufen und die gro�artige Idee ein Pfarr-Kaffee zu veranstalten, um unseren Leuten zu helfen, sehr- HERZLICHEN, HERZLICHEN DANK!!!
Eines m�chte ich zuvor klarstellen:
Bei euren E-mails wurde mir deutlich, dass ihr durch die Namen unserer Pfarren etwas verwirrt seid.
Hier in Dol Dol f�hren wir die Pfarren als Center:
Dol Dol ist dabei das Hauptcenter und dann gibt es noch zwei "Unterzentren": Kimanjo und Arjijo.
Pater Albert ist f�r die Hauptpfarre DOL DOL und Umgebung verantwortlich,
Pater James f�r Kimanjo und
ich f�r Arjijo und die anderen Au�enstationen.
Insgesamt haben wir 34 Au�enstationen, die wir auf diese 3 Zentren aufgeteilt haben.
Ihr fragt wegen Projekten, die wir f�r Dol Dol planen.
Eigentlich ist der Anzahl der Projekte hier keine Grenze gesetzt, weil das Gebiet ist noch sehr wenig weit entwickelt.
Im Moment ist die gr��te Herausforderung f�r uns, unsere Mission weiter zu f�hren; nach den Problemen der Pr�sidentschaftswahl, ist das Leben ziemlich schwer geworden, verglichen mit den vergangenen Jahren.
Vor allem, weil die Preise um Einiges gestiegen sind.
Ihr feiert am Sonntag eure Familienmesse,
wir werden hier ein gro�es Fest haben- am kommenden Samstag, 8. M�rz im Center Arjijo.
Dank einiger Wohlt�ter konnten wir letztes Jahr in Arjijo eine wundersch�ne Kirche bauen. Nun ist es der Wunsch unserer Leute aus der kleinen Gemeinschaft der Christen, die Kirche offiziell einzuweihen und sie nach dem ersten Bischof von Zentral- und Ostafrika zu benennen: St. Daniel Comboni.
Die Feierlichkeiten werden am Samstag ab 14:00 Uhr stattfinden.
Wir haben eine gro�e Verk�stigung f�r unsere mehr als 120 Kinder und einer ziemlich aktiven und lebendigen Christengemeinde- und f�r uns alle wird der 8. M�rz ein historischer Tag werden.
Die Christen halten jetzt als Vorbereitung eine gro�e 9-t�gige Gebetsnovene.
Wir w�rden das so gerne mit euch gemeinsam feiern. Im Anhang habe ich euch einige Fotos von diesem Ort mit der Kirche und den Leuten aus Arjijo mitgeschickt.
Lasst uns weiterhin f�r einander beten und weiter an unserer Partnerschaft arbeiten.
Mit Gottes Segen f�r euch alle!
Euer, im g�ttlichen Wort,
Pater Marcin Karwot svd.
P.S.: Im Moment kann ich noch nicht sagen, wann ich euch im APRIL besuchen werde, aber sobald ich N�heres wei�, gebe ich euch sofort Bescheid- ich bin schon wahnsinnig gespannt und freue mich schon sehr euch alle kennen zu lernen.


20. April 08 BESUCH AUS UNSERER PARTNERPFARRE DOL-DOL IN KENIA
Um 18.00 Uhr fanden sich im Pfarrsaal Neulengbach Pfarrer Mag. Jackowski, die Eine-Welt-Gruppe, insgesamt �ber 30 interessierte Pfarrangeh�rige ein, um aus erster Hand Neuigkeiten aus ihrer Partnerpfarre Dol-Dol (�Sprudelnde Quelle�) im Herzen Kenias zu erfahren:
Der vor Ort t�tige Steyler Missionar, Pater Marcin Karwot, informierte ausf�hrlich �ber sein Engagement f�r die dort lebende Bev�lkerung, v. a. f�r die noch als Halbnomaden lebenden Massai:
Video und Bilder zeigten die faszinierende Weite der Buschsteppe, den Reichtum an Wildtieren und die Besonderheiten der Massai�Kultur. Beschneidung, Polygamie, Aids und die grunds�tzliche Benachteiligung der Frau z�hlen jedoch zu den Schattenseiten ihrer Lebensweise.
Das Evangelium spricht aus diesen Gr�nden besonders die Frauen an, aber auch die jugendlichen Sch�ler und Sch�lerinnen sind sehr offen f�r die Botschaft Jesu und somit die Hoffnungstr�ger der Zukunft f�r mehr Gerechtigkeit.
Pastoralarbeit umfasst daher ein weites Spektrum:
Bau von Kirchen und Sozialzentren, Ausbildung von KatechetenInnen, Tauf- und Firmunterricht, Bibelrunden, Bau von Schulen und Internaten, Bereitstellung von sauberen Trinkwasser, Krankentransporte sowie Aufforstungsprogramme gegen die weitere Versteppung des Gebietes (massive Abholzungen f�r Brennmaterial und Weidegebiete).
Pater Marcin konnten 3.000,- Euro �berreicht werden, die seit November 2007 durch Pfarrkaffee, Privatspenden und durch die Umsatzbeteiligung am Verkauf von Fair-Trade-Produkten von der Einen-Welt-Gruppe gesammelt wurden. Das Pfarrteam in Dol-Dol soll entscheiden, wof�r diese Spende verwendet wird und die Pfarre Neulengbach informieren.
Pater Marcin freute sich auch �ber einen gro�en Geschenkskorb f�r seine Pfarrgemeinde (Buch �ber Wien, �sterreichische Fahne, Postkarten von Neulengbach, S��igkeiten, Malstifte und Spielzeug) und bedankte sich aus ganzem Herzen f�r die Gro�z�gigkeit und Gro�herzigkeit aller Beteiligten.
Seiner Meinung nach ist hier der Heilige Geist am Werk!
Als Gastgeschenk brachte Pater Marcin ein Lesezeichen der Pfarre Dol-Dol f�r alle Pfarrangeh�rigen mit, das zum 25-j�hrigen Bestehen gedruckt wurde. Beim anschlie�enden k�stlichen B�ffet wurden noch viele Fragen er�rtert.
Der Anfang einer Partnerschaft zwischen Pfarren verschiedener Kontinente und einer Freundschaft zwischen Christen unterschiedlicher Kulturen ist gelungen.
M�GE GOTT ALLE BEM�HUNGEN AUCH IN ZUKUNFT SEGNEN!





INFOS �BER DOL-DOL

ZWISCHEN TRADITION UND MODERNE
Die Massai in Kenia leben in einem gef�hrlichen Zwiespalt: Hier die jahrhundertealten Traditionen, da der Einbruch der Moderne. Der Steyler Missionar Pater Albert Fuchs versucht, in diesem Dilemma zu vermitteln und bew�hrte Traditionen und das Positive des Fortschritts unter einen Hut zu bringen.
In Dol Dol, wo Pater Albert Fuchs arbeitet, ist es tags�ber hei� und in der Nacht empfindlich k�hl. Die Kleinstadt liegt 1900 Meter �ber dem Meer. Das Land ist Savanne. Zweimal pro Jahr regnet es f�nf bis sechs Wochen lang. F�llt der Regen aus, ist das f�r Mensch und Tier eine Katastrophe.
Die Gemeinde, die der 41-j�hrige Schweizer betreut, hat 17.000 Einwohner verstreut auf 1000 Quadratkilometern. Mittendrin: Elefanten, Giraffen, Zebras, B�ffel. In diesem Umfeld versucht Pater Albert seit 1997 den Ausgleich zu finden zwischen Tradition und Moderne. Kenia war sein Wunschland. Er sch�tzt die Menschen hier: "Sie sind fr�hlich, auch in schwierigen Situationen, stehen mit beiden F��en auf dem Boden und stellen sich dem Leben." Das tut auch Pater Albert.
Auf der Steyler Missionsstation in Dol Dol herrscht reger Betrieb. Direkt neben dem Kindergarten arbeiten Frauen in einer kleinen Werkstatt. Vierina und Jaqueline stricken d�nne Pullover; Grace und Rebekka n�hen Schuluniformen. "So verdienen sie sich ein Zubrot, gleichzeitig lernen sie andere Frauen kennen", kommentiert Pater Albert die Initiative. Hilfe zur Selbsthilfe sei ein wichtiger Punkt der Missionsarbeit.
Zusammenhalt der Familien bedroht
Eine quirlige Kinderschar ist unterwegs zur Grundschule, wo sie zu Mittag essen. Auf dem Tisch steht "Ugali", gekochter Maisbrei, der in Kenia bei keiner Mahlzeit fehlen darf. Auch Pater Albert macht Mittagspause und nutzt die Zeit zum Erz�hlen: "Die Massai sind gottesf�rchtige Menschen und der Friedensgedanke nimmt eine zentrale Stellung in ihrem Denken ein", erkl�rt er. Ihre gesellschaftlichen Strukturen seien zwar hierarchisch aufgebaut - aber trotzdem von Solidarit�t und gegenseitiger Achtung gepr�gt. Strukturen, die in den letzten Jahrzehnten stark gelitten haben. Die hereinbrechende Moderne, aber auch die sich mehrenden �kologischen Katastrophen verw�ssern den Zusammenhalt der Gro�familie. Die Br�cke zur modernen Welt ist nicht immer einfach zu schlagen.
Pater Albert: "Die Folgen sind verheerend: Drogen, Vereinsamung, Verwahrlosung, immer mehr allein erziehende M�tter, Arbeitslosigkeit und Kriminalit�t sind das Resultat."
L�sungen? Der Schweizer sch�ttelt den Kopf: "Patentrezepte gibt es keine. Wichtig ist, dass man den Kopf nicht in den Sand steckt, die Probleme diskutiert und die unterschiedlichen Kulturen mit Sorgfalt und gegenseitigem Respekt einander ann�hert."

Die Pause bleibt kurz. Saramba wartet, eine der insgesamt 30 Au�enstationen. In der Landschaft leuchten die roten Gew�nder der Massai-Hirten. Eine Gruppe Frauen empf�ngt den Pater mit einem traditionellen Begr��ungstanz. Singend zieht die kleine Gemeinschaft in die Kapelle. Die Gebete von Pater Albert werden von der Gemeinschaft mit einem kr�ftigen "Naai" best�tigt, was so viel wie "H�re uns, o Gott" bedeutet. Ein Katechet �bersetzt die Predigt in die lokale Sprache Kimassai.
Gebet mit Leib und Seele
Gebetet wird mit Leib und Seele. Die Messe dauert zwei oder drei Stunden - das spielt keine Rolle, alle haben Zeit. Erstaunlich ist Pater Alberts Sprachverm�gen. Englisch, Kiswahili und Kimassai, die Sprache der Massai, spricht er flie�end - so klingt es f�r den Zuh�rer. "Die Sprache der Massai ist ein Lebensprojekt", sagt Pater Albert. "Ich beherrsche erst einen kleinen Teil dieser schwierigen Sprache." Er feile aber t�glich daran, denn die Sprache sei der Schl�ssel zu den Menschen.
Auf dem R�ckweg in die Missionsstation besucht er eine kleine christliche Gemeinschaft, die sich bei der Familie Lekuale zum Gebet trifft.
Unter einem Baum, nahe bei der H�tte, wird bereits gebetet und diskutiert. Thema: der Bibeltext vom Sonntag. John und Francis, zwei junge M�nner, halten sich etwas abseits. "Sie sind ein gutes Beispiel f�r die Probleme, mit denen die Massai zu k�mpfen haben", erkl�rt der Missionar nach der Gebetsstunde. Sie sind "Krieger", das hei�t, sie sind f�r die Sicherheit der Gro�familie verantwortlich. Sie sch�tzen seit Urzeiten die gro�en Rinderherden vor einfallenden Tieren. Heute sind, bedingt durch l�ngere Trockenzeiten, Erosionen, Halbnomadentum und gest�rte Familienstrukturen, die Herden wesentlich kleiner. Der Steyler Missionar: "Die Tiere stellen kaum noch eine Lebensaufgabe f�r die jungen Leute dar - au�erdem garantieren sie die Lebensgrundlage der Familie l�ngst nicht mehr."

Gibt es L�sungsans�tze? F�r einen Augenblick vergisst Pater Albert den tristen Alltag. Visionen und Zukunftsperspektiven leuchten auf. Stichworte sind: Aufforstung der ausgebeuteten Landschaft, gezielter Erosionsschutz, St�rkung und Pflege der Gro�familie. F�r ein funktionierendes Nomadenleben ist beides wichtig: das �kologische Gleichgewicht und intakte Familienstrukturen.

Im Internat der Pfarre und in der Schule versuchen die Steyler Missionare, die traditionellen Familienbindungen in den Alltag zu integrieren. Die Schulleitung motiviert die Eltern, den Weg gemeinsam mit ihren Kindern zu gehen. Und sie teilt auch die Verantwortung mit ihnen. Ohne Engagement der Familie, so der Steyler Missionar, sei die Gefahr gro�, dass Eltern und Kinder pl�tzlich in zwei v�llig verschiedenen Welten lebten. Nach einer kurzen Pause meint der Schweizer Pater: "Der Auftrag ist klar, aber die Ausf�hrung kompliziert."
Seelsorger und Manager
Vor und nach dem Abendessen geht die Arbeit weiter. Pater Albert ist auch f�r den administrativen Bereich der Internate mit 380 Sch�lerInnen zust�ndig. Aus dem Seelsorger wird ein Manager. Westliche Werte r�cken in den Vordergrund: Personalwesen, Einkauf, Zusammenarbeit mit anderen Institutionen, Unterhalt, Infrastruktur, Weiterbildung, Finanzen. "Die meisten Sch�ler werden von uns gesponsert - mit Steyler Geldern, Patenschaften, gro�z�gigen Spenden."

Ein ganz sch�nes Arbeits-Pensum! Pater Albert relativiert: "Ich bin in einem 3er-Team eingebettet, das optimal zusammenarbeitet." Weitere "Eckpfeiler" in Dol Dol sind: Schwester Alberta und Schwester Rosa aus Italien sowie Schwester Melete aus Eritrea. Sie leiten Frauengruppen, f�hren einen Kindergarten, sind in der Glaubensbildung t�tig, unterrichten Lesen und Schreiben, machen Vorbeugung im Gesundheitsbereich (Hygiene, Aids, Typhus).

"Die Menge und die Vielfalt der Arbeit auf der Missionsstation reicht f�r ein ganzes Leben", sagt Pater Albert Fuchs. Seine Ziele formuliert er so: "Mittelfristig: die administrativen Aufgaben eind�mmen, eventuell abgeben; langfristig: Projekte - wie oben genannt - realisieren und begleiten. Vielleicht ein Leben lang."

Massai
Die Massai leben in den weiten, offenen Savannengebieten S�dkenias und Nordtansanias. Obwohl der Lebensraum f�r dieses wohl bekannteste Hirtenvolk Ostafrikas in den letzten 100 Jahren immer mehr eingeschr�nkt wurde, ist er immer noch ungef�hr so gro� wie die Schweiz. In den beiden L�ndern leben sch�tzungsweise eine halbe Million Massai als Nomaden und Halbnomaden. Rinder, Schafe, Ziegen und Esel bilden als wichtigster Besitz ihre Existenzgrundlage.

� Xaver Schorno - STADT GOTTES Mai 2004